Tag 2 – 16.10.2011

Peking – Jinan

Solch prächtiges Wetter erleben die Bewohner in Peking nur selten: Strahlende Sonne, klare Luft, Sicht bis zu den Bergen – zumindest wenn man vom 45. Stockwerk eines der zahllosen Hochhäuser blicken kann. Einen entspannteren Auftakt hätte man sich für die Audi Q3 Trans China Tour 2011 kaum vorstellen können. Und auch die ersten 462 Kilometer liefen überraschend stressfrei. Denn das schöne Wetter beruhigt an diesem Sonntag auch den Straßenverkehr.

Fotos Tag 2

Eile ist im morgendlichen Berufsverkehr von Jinan nicht angebracht. Hier helfen nur Geduld und Gelassenheit wirklich weiter. Bis alle Fahrzeuge der Audi Q3 Trans China Tour 2011 am Beginn der zweiten Etappe die Stadt verlassen haben, ist locker eine Stunde verstrichen. Doch die anschließende Landstraße entschädigt sofort für jede Anstrengung: Serpentinen führen bis auf 900 Meter, die Landschaft ist bewaldet und dünn besiedelt. In einem der Dörfer an der Strecke ist kaum mehr ein Durchkommen für die Autos: Heute ist Wochenmarkt, der belegt die gesamte Straße. Handkarren mit Früchten, Käfige mit Geflügel, Stände mit Stoffen nutzen den Verkehrsweg als Verkaufsfläche. Die Hupe hilft, den Audi Q3 nicht völlig zur Immobilie werden zu lassen – aber auch nur mühsam.

Dabei liegt die Kraft doch in der Ruhe. Eine Erkenntnis, eine Weisheit gar, die doch nur aus der traditionellen Kultur dieses Landes kommen kann – der Kultur der Tempel und der Mönche, der stillen Künste und der bewunderten Heiligtümer. Denn heilig ist viel in diesem Land, allen dramatischen Wirren des vergangenen Jahrhunderts zum Trotz. Berge zum Beispiel sind heilig, viele Berge. Die genaue Anzahl kennt niemand, der Tai Shan (1.532 Meter), nördlich der Stadt Taian und direkt neben der Strecke der Trans China Tour gelegen, gehört in jedem Fall dazu. Er ist einer der fünf heiligen Berge des Daoismus. Er wird seit dem 11. Jahrhundert verehrt, vermutlich sogar noch länger. Die Liste seiner Bezwinger ist lang und eindrucksvoll: Konfuzius und Mao Zedong waren ebenso hier wie sechs chinesische Kaiser. Über 6.000 steinerne Stufen gilt es nach oben zu überwinden. Für die Touristen führt natürlich auch eine Seilbahn hinauf, Tribut an die stets eilige, moderne Zeit.

Die Teilnehmer der Trans China Tour dürfen ein anderes, noch weitaus bedeutsameres Denkmal der chinesischen Geschichte erleben: In Qufu lebte einst Konfuzius, hier soll er auch gestorben sein. Wenn man den im Ort gängigen Mythen Glauben schenkt, ist fast jeder vierte Bewohner dieses heutigen Weltkulturerbes ein Nachkomme des großen chinesischen Philosophen und Vordenkers. Die Altstadt wird von einer Stadtmauer umgeben, der Konfuzius-Tempel mit seinen neun Höfen, Gärten und zahlreichen Gebäuden beeindruckt.

Video Tag 2

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Nach rund zwei Stunden erreichen die Teilnehmer Tianjin, eine wichtige Hafenstadt mit mehr als zehn Millionen Einwohnern.
Hier wird ein kurzer Blick in die Historie geboten: Der „Hof der Familie Shi“ ist ein beeindruckender Komplex aus der Zeit der späten Qing-Dynastie und verfügt über 278 Zimmer. Eine sehr wohlhabende Kaufmannsfamilie hatte die Hofhäuser einst für sich errichtet. Die dort gebotene Kostprobe chinesischer Theaterkunst klingt für die Ohren der Europäer doch recht ungewohnt.

Zurück auf dem Highway, führt die Tour Richtung Süden nach Jinan, dem ersten Etappenziel der Audi Q3 Trans China Tour 2011. Die Provinzhauptstadt hat etwas mehr als drei Millionen Einwohner und bietet Sehenswürdigkeiten wie den Baotu-Quellen-Park im Stadtkern und die Statuen auf dem Tausend-Buddha-Berg im Südosten des Zentrums. Emanuele Pirro übrigens hat den Tag am Lenkrad des Audi Q3 sehr genossen. Er liebt das entspannte Fahren über Land – und hat als erfolgreicher Rennfahrer wirklich gelernt, vorausschauend zu fahren und im Notfall schnell zu reagieren.

Am Montag geht die Trans China Tour auf die nächste Etappe. Immerhin 546 Kilometer misst das Stück von Jinan nach Qingdao, der Stadt mit dem berühmten (deutschen) Bier.

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